The $ound of Mone¥ - Throw Money

"Either you got it/ Or you ain't" (Leiber/Stoller, "Some Cats Know")

Ja, so ist das, mit dem Geld genauso wie mit dem gewissen Etwas: Man hat es - oder man hat es nicht. The Sound of Money bringen zurück, was Pop seit längerem von der Speisekarte gestrichen hatte: Klarheit. Ganz im Warhol'schen Sinne verarbeiten sie die Ganz Großen Ideen zu präzise gefertigten Pop-Produkten: "Geld" ("That's The Sound Of Money"), "Ich" ("Like A Rubik Cube"), "Metaphysik" ("The Secret Life Of Things That Got Lost"), "Vollendung" ("Go Kill Yourself"), "Verachtung" ("Throw Money"), "Grauen" ("Don't Look Behind You"), "Amerika" ("Space Cowboy"). Jedes Stück hat die Aura eines Markenprodukts - genauso wie die Coverversionen, "1969" von den Stooges und "Just An Illusion" von Imagination. Beide kommen hier ganz selbstverständlich als Stimmungswährung ihrer jeweiligen Epochen ("Selbstekel" für die frühen 70er, "Verführung" für die frühen 80er) in die "Sound of Money"-Kasse. Und diese wird dann mit einem kalten Lächeln prallgefüllt in den Dreck geworfen: From Pop to Punk and back again, schlag nach bei Malcolm McLaren und KLF. Nennen wir es der Kürze halber: Ponk.

Wie können Claudia Kaiser ("Die Moulinettes") und Albert Pöschl ("Queen of Japan", "Diska", etc.) scheinbar aus dem Nichts heraus der Welt derart lässig 10 perfekte Hits schenken, nein, natürlich: verkaufen? Gegenfrage: Wieviele fehlgeschlagene Versuche hatte Gott schon hinter sich, bevor er dann mühelos in sechs Tagen eine Welt hinstellte, in der am Samstagabend alles am richtigen Ort stand? Auf beide Fragen gilt die Antwort: Egal. Die Welt ist. Und wenn wir Glück haben, ist Samstagabend, Gott betrachtet sein Werk und legt "The Sound of Money" auf.

Hört ihr Sein dreckiges Lachen?