Dizzy Errol - What comes next?

What comes next? Preis: 13 EUR Vinyl in den Warenkorb
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Dizzy Errols zweites Album erscheint nur auf Vinyl und war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben zwei Studios und drei Jahre dafür gebraucht, ereignisreiche Jahre, und das muss man alles erst mal auf einen Nenner bringen. Was aber natürlich auch interessant und lehrreich war. Wichtig war uns dabei vor allem, speziell die Qualitäten herauskitzeln, die auf dem ersten Album „Motherlamp“ schon vorhanden waren, aber dort noch mehr im Verborgenen geblüht haben. Das Ergebnis sehe ich als eine kunterbunte Fahrt durch das Land der Gefühle und der Ausdrucksformen, aber immer im Wagen der eigenen Erfahrung und auf der Schiene des britischen Songwritings. Wobei es da auch viel anderes zu bestaunen gibt, vom Post-Punk über Folk bis zu psychedelischen Atmosphären und atonalen Experimenten. Letzten Endes ist die Platte aber wohl doch wieder was sehr Eigenbrötlerisches geworden. Wie halt Musik so ist von einem, dem „die Gegenwart“ und „das Zeitgeschehen“ dermaßen krankhaft wurscht sind – der aber trotzdem so gern irgendwie „dabei“ wäre. Soweit Dizzy Errol selbst, aber ich möchte hinzufügen: Auch wenn es in seinen Songs oft um das Nicht-richtig-in-der-Welt-zuhause-Sein geht: Ich habe selten eine Musik gehört, in der mir der, der sie macht, so zuhause vorkommt. In dieser schönen, dabei sehr praktisch, ergonomisch und, wie wir hören, mit viel Bedacht eingerichteten Welt läuft, hüpft, schreitet, sitzt und liegt er herum, mit nichts als seinen Gefühlen bekleidet, und ist dabei immer das anmutigste, souveränste, sexy selbstverständlichste Menschenkind auf dem Erdenrund. „I’m a small part of the universe, but I’m too big and heavy for the ants to carry away“: Das ist schmerzlich and anrührend gedichtet – aber wenn alles so läuft, wie es soll, werden die Ameisen wie das Universum Dizzy Errol letztlich als das anerkennen müssen, was er ist: Der Al Green des Britpop. Dös moan i. (Martin Lickleder)